Mabon

 

Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche

 

2026: am 23. September

 

 

Mabon ist ein uraltes Fest des Dankes. Die Ernten sind zu großen Teilen eingeholt, die Speicher prall gefüllt, die Nüsse und Früchte des Herbstes sind reif und die Pilze zahlreich. Die Kelten (Mabon) und Germanen (hier als Erntedank-Fest) dankten mit diesem Fest ihren Göttern für die Fülle der Ernte, die sie im harten Winter nähren wird.

Mit diesem Fest ist es an der Zeit, dem Sommer so langsam ‚Lebewohl‘ zu sagen. Oft werden wir noch einige Tage von der Kraft der Sonne beschenkt, mit ein wenig Glück können wir in den Strahlen eines zauberschönen Altweibersommers baden, aber die Dunkelzeit hat sich bereits auf den Weg gemacht und nichts wird sie aufhalten.

Das Fest zur Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche wurde nicht selten wahrlich ausschweifend gefeiert Mit den Feierlichkeiten begann trotz Gesang, gedeckten Tischen und lodernden Feuern, ganz im Stillen die Zeit des Rückzuges, welche wir auch noch heute ganz intuitiv in uns spüren. Viele Menschen verspüren das Bedürfnis, es sich daheim so richtig gemütlich zu machen.

Mit dem Erntefest ehrten sie insbesondere ihre Gottheiten, der Dank der Heiden richtete sich zur Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche dabei vor allem an Freyja, die Göttin der Fruchtbarkeit. Es wurden einst reichlich Büschel aus Korn zusammen gebunden und in den Wohnstätten aufgehängt. Auf den Feldern ließen sie jedoch stets einige Früchte und Ähren für die Tiere zurück. Die Natur schenkt, der kluge Mensch gibt voller Dankbarkeit etwas von ihren Gaben zurück.