Samhain
11. Neumond nach Jul
2026: am 9. November
Samhain gilt wohl als DAS Fest der Jahreskreisfeste und wird schon in sehr alten irischen Schriften erwähnt.
Der Begriff Samhain (altirisch Samain) - gesprochen Sawuin - stammt aus dem Irischen und bedeutet so viel wie Ende des Sommers.
Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Die dunkle Jahreszeit bringt besondere Magie mit sich. Zu Samhain verschwimmen die Grenzen zwischen irdischer und mystischer Welt, was der Nebel, in unseren Breitengraden für uns anschaulich werden lässt.
Samhain ist ein Mondfest.
Orientiert man sich nach dem Mondzyklus, kann es zeitlich variieren, denn es wurde am 11. Schwarzmond (Neumond) nach der Wintersonnenwende (Yule) gefeiert.
Heute wird es zumeist aber am 31. Oktober und dem 1. November gefeiert. Tage, die wir auch als Halloween und Allerheiligen kennen und die noch immer die Themen von Samhain verkörpern:
Das Gedenken an die Ahnen und das besänftigen der Geister mit Opfergaben, bzw. dem Verkleiden, um nicht von ihnen erkannt zu werden.
Das Ende des Sommers ist das keltische Neujahr.
Mit Samhain wird der Winter eingeläutet und die Ernte- und Sammelzeit ist nun abgeschlossen. Was jetzt noch an Früchten draußen ist, gehört nicht mehr den Menschen, sondern den Göttern, den Tieren und der Natur, die diese wieder in den Kreislauf aufnimmt.
Samhain ist ein Schwellenfest, Winter und Sommer begegnen sich, die warme, helle Jahreshälfte ist vorbei und die kalte, dunkle Jahreszeit beginnt.
Es ist das letzte der drei Erntedankfeste und gilt als das keltische Neujahr, mit ihm beginnt der Jahreskreis wieder von vorne.
Somit sind die Hauptthemen, die Samhain begleiten Tod und Wiedergeburt.
Zu Samhain, wie auch bei allen anderen Jahreskreisfesten, war das Feuer ein wichtiger Bestandteil, das Zentrum.
Das Loslassen und die Erneuerung sind auch heute noch mit dem Feuer verbunden.
Damals entzündeten die keltischen Priester, die Druiden große Feuer an. Es wurden Opfergaben im Feuer verbrannt und die Kelten löschten all ihre Herdfeuer aus, um sie später vom heiligen Freudenfeuer der Druiden neu zu entzünden.
Das Räuchern mit Kräutern und Harzen ist zu jedem Jahreskreisfest ein schönes Ritual, aber zum Schwellenfest Samhain besonders wichtig. Das Räuchern hilft, zu reinigen und somit am Beginn des neuen Jahreskreises Platz für Neues zu machen.
Die Schwelle zwischen Herbst und Winter ist auch heute noch eine magische Zeit und lädt ein, uns von Natur und Mystik verzaubern zu lassen.